Ich kandidiere 2021 für den deutschen Bundestag

Seit über vier Jahren engagiere ich mich in der zivilen Seenotrettung, war selbst auf dem Mittelmeer und setze mich mit vielen anderen dafür ein, dass niemand auf der Flucht ertrinkt. Wir haben mit der zivilen Seenotrettung und über 200 sicheren Häfen alleine in Deutschland viel erreicht. Die Entscheidungen aber werden im Bundestag getroffen. Dort möchte ich mitentscheiden.

Als vor über vier Jahren die Bilder vom Sterben im Mittelmeer um die Welt gingen, konnte ich nicht weiter untätig zuschauen: Ich habe zusammen mit jungen Ehrenamtlichen auf unserem Rettungsschiff IUVENTA flüchtende Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet, sie versorgt und in Sicherheit gebracht. Ich bin gekommen, um pragmatisch zu helfen und habe gesehen, was die Politik der Bundesregierung anrichtet.

Ob in lebensgefährlichen Schlauchbooten auf dem Mittelmeer oder in unwürdigen Lagern: Menschen auf der Flucht werden von der Bundesregierung seit Jahren im Stich gelassen. Über 20.000 Menschen sind seit 2014 im Mittelmeer ertrunken und unzählige zurück in die Libyschen Folterlager gebracht worden. Gleichzeitig überlassen wir flüchtende Menschen auf den griechischen Inseln ihrem Schicksal. In Zelten, die keinen Schutz vor Kälte bieten, ohne ausreichend Nahrung und mitten in der Pandemie werden Flüchtende zurückgelassen. Als sichere Häfen wollen 200 Städte Menschen aufnehmen, willkommen heißen und eine neue Heimat sein. Statt Aufnahme in den Kommunen zu ermöglichen, lässt sich die Bundesregierung von einer lauten rechten Minderheit treiben.

Aber: Die politischen Entscheidungen werden im Bundestag getroffen. Deshalb will ich im Parlament mitgestalten. Im möchte vom Bundestag aus die stärken, die auch weiterhin Seenotrettung betreiben und überall in Deutschland für sichere Häfen kämpfen. Seenotrettung darf nicht länger Aufgabe der Zivilgesellschaft sein, die am Ende noch dafür angeklagt wird. Es braucht sichere und würdevolle Fluchtwege, eine menschenwürdige Unterbringung und ein Ende der Blockade gegen die kommunale Aufnahme. Denn hinter jeder Zahl stecken individuelle Geschichten mit Träumen, Ängsten und Familien.

Migration und Klimawandel hängen direkt miteinander zusammen und wir müssen sie auch zusammen denken.

Ich möchte im Wahlkreis Unterems für die Bündnis 90/ Die Grünen antreten.

Mit unserem Schiff, der IUVENTA, hat 2016 alles im Ostfriesland angefangen. Mit viel Unterstützung und Solidarität von Werften und Reedereien konnten wir über 14.000 Menschen aus Seenot retten. Jetzt soll auch Leer zum sicheren Hafen für Geflüchtete werden. Dafür will ich mit den Grünen in Leer kämpfen.

Die Klimakrise löst heute schon Feuer, Dürren und Überflutungen aus.

Ostfriesland liegt zu großen Teilen unter dem Meeresspiegel. Wenn sich das Klima auf mehr als auf 1,5 Grad erhitzt, werden große Teile überflutet. Papenburg würde dann am Meer liegen.
Gleichzeitig kämpft Ende Gelände gemeinsam mit dem Fußballverein Borussia Leer und den Kirchen für die kommunale Aufnahme von Menschen auf der Flucht. 

Globale Gerechtigkeit und Klimapolitik bedeutet für mich nicht nur, wie viele Windräder wir bauen, sondern auch wie wir mit Menschen umgehen, die aufgrund unserer Lebensweise zur Flucht gezwungen werden. Beides hängt miteinander zusammen. Und der nächste Bundestag wird der letzte sein, der die Weichen stellen kann. Nur einen Tag zuvor hatte ich gemeinsam mit anderen Aktivist*innen von der Seebrücke vor dem Bundestag 13.000 Stühle aufgestellt. Wir wollten mit der Aktion klarstellen: Deutschland hat Platz, 195 Städte und Kommunen erklären sich als “Sichere Häfen” solidarisch mit den Menschen auf der Flucht, sie wollen aufnehmen, aber der Innenminister verbietet es ihnen. Damit ist Moria zum Symbol geworden. Ein Symbol für das politische Versagen der Bundesregierung in der Geflüchtetenpolitik.

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Auch heute sind vier Menschen im #Mittelmeer ertrunken, darunter drei Kinder.

Wir dürfen flüchtende Menschen an unseren Außengrenzen nicht vergessen.

Heute konstituiert sich der 20. Deutsche #Bundestag. Mein Anspruch ist es, dass der neue Bundestag nicht nur auf dem Papier jünger und diverser ist, sondern dass er wirklich eine neue Politik macht.

Ich werde niemals einen Vizepräsidenten der #NoAfD wählen.

Selbstverständlich.
#Bundestag

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