Borkum: Wir haben nur eine Nordsee!

Die Nordsee ist schon lange kein unberührter Lebensraum mehr. Schifffahrt, Plastikmüll und Reste von Altöl gefährden sowohl das Meer als auch die Strände.

Deshalb waren Meta Janssen-Kucz und ich zusammen im neuen Aquarium am Borkumer Strand im Wahlkreis Unterems und in der Sonderausstellung des Mellumrat e.V. zu Plastikmüll. Das neue Aquarium ist ein großartiger Ort, an dem Kinder und ehrlich gesagt auch Erwachsene die Lebewesen der Nordsee aus der Nähe betrachten können. Mit vielen Themenbecken sieht man das, was sonst unter Wellen verborgen bleibt.

Genau diese Arten sind aber gefährdet. An den Stränden von Borkum sind immer wieder angespülte Flasche und Netze zu finden, die mit der Zeit zerfallen und so als Mirkoplastik von den Tieren aufgenommen werden. Daneben wurde aber zuletzt auch immer wieder Paraffin angespült, ein Altölrest, der durch das Spülen der Schiffstanks in die Meere gelangt.

Wir brauchen deshalb schnellstmöglich neue Regelungen, die das verklappen von Schiffsdieselresten unterbinden und müssen stattdessen in den Häfen Entsorgungsstellen einrichten. Nur so können wir dafür sorgen, dass unsere Nordsee nicht weiter belastet wird.

Leer ist sicherer Hafen!

Am 25. März hat der Stadtrat Leer ein Zeichen der Solidarität beschlossen. Die Stadt steht an der Seite der zivilen Rettungsorganisationen und möchte für geflüchtete Menschen ein sicherer Hafen sein.
Über 200 Städte haben sich dazu bereit erklärt, aber Horst Seehofer verhindert die breite Hilfsbereitschaft und lässt stattdessen Schiffe vor den Häfen warten und Menschen in den Abschreckungslagern ausharren.

Die solidarischen Städte sind längst der Beweis, wie groß die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist und wie groß die Ignoranz des Innenministers.

Besuch bei Borussia Leer

Diese Woche hab ich mich mit Mario von Borussia Leer getroffen!

Mit einer bisher einmaligen Aktion solidarisiert sich der Fussballverein mit den Crewmitgliedern der IUVENTA von Jugend Rettet. Gegen die IUVENTA wurde in Italien ermittelt und nun auch noch Anklage gegen einige der zehn Crewmitglieder erhoben. Deshalb verzichtet Borussia Leer auf ihren Trikots auf die üblichen Sponsoren-Logos und macht stattdessen bei jedem Spiel auf die Lage im Mittelmeer und die Kriminalisierung aufmerksam.

Insgesamt sind 21 Personen in Italien angeklagt, die Menschen aus Seenot gerettet haben. Die massive Kriminalisierung hat dazu geführt, dass immer weniger Schiffe im Einsatz sein können und folglich noch mehr Menschen ertrinken.
Es ist aber nicht die Aufgabe der zivilen Seenotrettung, Menschen auf dem Mittelmeer zu retten und sich am Ende dafür anklagen zu lassen. Es wäre Aufgabe der europäischen Staaten und der Bundesregierung etwas gegen das Sterben zu unternehmen.